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TRIXOLINAS REISETIPP NACH ANGERS - DER WANDTEPPICH "ZYKLUS DER APOKALYPSE"

Der Wandteppich „ZYKLUS DER APOKALYPSE“, der die Visionen aus der Offenbarung des Johannes darstellt, ist der größte Wandteppich, der jemals in Europa gewebt wurde und im Schloß von Angers (Frankreich), in einem 1954 eigens zu diesem Zweck errichteten Gebäude ausgestellt wird. 


Der Teppich beeindruckt schon allein mit seinen Maßen von 103 Metern Länge und 5 Metern Höhe. Ursprünglich war das Werk noch imposanter. Jedes seiner sechs Elemente war 6 Meter hoch und über 23 Meter lang, was eine Gesamtlänge von über 140 Metern ergab. Angefertigt wurde er im 14. Jahrhundert im Auftrag von Herzog Ludwig I. von Anjou. Der Hofmaler Jan Bondol („Hennequin von Brügge“) gestaltete die Entwürfe, die Ausführung erfolgte zum größten Teil in der Pariser Teppichweberwerkstatt von Robert Poisson.


Während der Französischen Revolution zerschnitt man dieses einmalig kostbare  Werk und benutzte einzelne Teppichteile als Decken, Bettvorleger oder Abdeckplanen, um Orangenbäume im Winter vor der Kälte zu schützen. 

1843 erwarb der Bischof von Angers einen großen Teil der Teppichfragmente zurück, allerdings blieb etwa ein Drittel der Szenen für immer verloren.



Außerdem in Angers unbedingt das Textilkunst-Museum ‚Musée Jean-Lurçat et de la Tapisserie Contemporaine’ besuchen. Im Gebäude des ehemaligen Krankenhauses Saint-Jean (12. Jahrhundert) sind die monumentalen zeitgenössischen Wandteppiche der Apokalypse der Neuzeit „Chant du monde“ („Gesang der Welt“) von Jean Lurçat (1892 - 1966) zu sehen.


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